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Wissenswertes über Norwegen

Impressionen aus Norwegen

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Norwegen gehört nicht zur EU, ist aber das Land mit dem höchsten Lebensstandard, was das Einkommen, das Ausbildungsniveau und die Lebenserwartung angeht. Norwegen ist somit für Deutsche nicht mehr nur ein beliebtes Reiseland, sondern auch eine feste Größe, wenn es um die Arbeitsplatzsuche im Ausland geht. Alle existierenden Bewertungstabellen und Statistiken weisen Norwegen ganz weit vorn aus. Es gibt fast 100 Prozent Vollbeschäftigung. Um den Bedarf an Fachkräften zu decken, sind die Norweger auf den Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland angewiesen. Das eröffnet für deutsche Arbeitnehmer vielfältige Möglichkeiten, wenn sie sich mit der Thematik Auswanderung sowie Leben und Arbeiten im Ausland – in diesem Fall explizit Norwegen – beschäftigen.

 

Der Arbeitsmarkt, die Arbeitssituation und potenzielle Arbeitgeber in Norwegen


Die Arbeitslosenquote in Norwegen ist trotz Wirtschaftskrise auffallend niedrig. Knapp 77 Prozent der norwegischen Bevölkerung stehen im Erwerbsprozess. Selbst ältere Arbeitnehmer haben in Norwegen überdurchschnittlich hohe Chancen, einen Job zu finden.

Norwegen sucht Arbeitskräfte in fast allen handwerklichen Berufen. In den Branchen Metall und Mechanik sowie im Bauhauptgewerbe aber auch in der verarbeitenden Industrie werden ständig qualifizierte Arbeitskräfte gesucht. Deutsche Bewerber mit entsprechender Qualifikation haben gute Chancen, weil der Ruf der deutschen Arbeitnehmer auch in Norwegen besonders gut ist. Facharbeiter aus der Industrie wie CNC-Fachkräfte oder Schlosser mit Schweißerpässen aber auch Speditionsfachkräfte und Facharbeiter aus dem KFZ-Gewerbe werden bevorzugt gesucht. Selbstverständlich ist auch der Bedarf an Akademikern, insbesondere Ingenieuren besonders hoch, sodass deutsche Akademiker in Norwegen gefragt sind. Auch im Gesundheitswesen besteht ein Bedarf an Fachpersonal sowie an Zahn- und Fachärzten.

Norwegische Arbeitgeber stellen ihren ausländischen Arbeitnehmern häufig in der ersten Zeit auch entsprechenden Wohnraum zur Verfügung, sodass später ganz in Ruhe nach einer geeigneten Wohnung für sich und gegebenenfalls die ganze Familie gesucht werden kann.

 

Mindestanforderungen an Arbeitnehmer aus Deutschland


Wer sich entschließt in Norwegen zu arbeiten, sollte zumindest ausreichende Englischkenntnisse, noch besser sind Norwegischkenntnisse, haben. Das Vorhandensein eines Führerscheins und PKW’s wird vorausgesetzt und es sollte die Bereitschaft bestehen, längere Zeit in Norwegen zu arbeiten und zu leben. Außerdem erwarten potenzielle Arbeitgeber eine abgeschlossene Ausbildung und mindestens ein Jahr Berufserfahrung.

Für die meisten Berufe sind Kenntnisse der englischen Sprache vorerst ausreichend, die einen Arbeitnehmer befähigen in vollständigen Sätzen zu sprechen und einen Alltagsgespräch problemlos zu folgen. Innerhalb von sechs Monaten sollte die norwegische Sprache erlernt werden. Das ist in vielen Fällen sogar arbeitsvertraglich vorgeschrieben. Beherrscht ein „Auswanderer“ erstmal die Landessprache, gehört er in Norwegen ganz selbstverständlich dazu.

 

Das Leben in Norwegen ist teuer


Allein Oslo gehört im internationalen Vergleich zu den weltweit teuersten Städten. Die Lebenshaltungskosten liegen um knapp 50 Prozent über denen von Berlin oder Frankfurt. Sich das leisten zu können ist für Arbeitnehmer in Norwegen kein Problem, denn mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 3.400 Euro liegt Norwegen in Europa auf dem Spitzenplatz. Wer sich länger als sechs Monate in Norwegen aufhält und arbeitet, muss sein Einkommen dort versteuern. Der Steuersatz liegt bei 28 Prozent, wobei Besserverdienende ab einem Jahreseinkommen von 50.000 Euro außerdem eine Zusatzsteuer bezahlen müssen.

 

Beispiele für das Einkommen von Arbeitnehmern in Norwegen


• Arzt im Krankenhaus 7.000 €
• Pflegefachkräfte 3700 €
• Einzelhandelsverkäufer etwa 3.500 €
• Bauhandwerker um 3.400 €
• Büroarbeitskräfte 3.300 €
• Köche 2.850 €

 

Bewerbungsformalitäten in Norwegen


Die Bewerbung sollte, wenn möglich in der Landessprache verfasst werden. Wer die noch nicht beherrscht, verfasst die Bewerbung in englischer Sprache. Bei der Bewerbung ist, wie das auch aus Deutschland bekannt ist, auf Individualität zu achten. Tabu sind Serienbewerbungen, bei denen nur die Adresse des Empfängers ausgetauscht wird, damit hat ein Bewerber in Norwegen mit Sicherheit keinen Erfolg.

Üblich sind heute online Bewerbungen mit einem E-Mail Anschreiben und einem vollständigen Lebenslauf. Wenn im Stellenangebot gefordert, sind weitere Unterlagen als Anhang mitzuschicken. Einige Unternehmen haben eigene Bewerbungsformulare im Netz, die dann auch genutzt werden müssen. Ein Foto ist nicht so wichtig wie in Deutschland, wer aber einen Facharbeiterbrief hat, sollte den bereits bei der Bewerbung mitschicken. Großen Wert legen norwegische Personalchefs auf Referenzen. Beurteilungen und die Angabe von Telefonnummern alter Arbeitgeber sind gefragt. In Norwegen ist es durchaus üblich, dass sich potenzielle Arbeitgeber bei den Ex-Arbeitgebern telefonisch nach den Leistungen des Bewerbers erkundigen.

 

Das Vorstellungsgespräch in Norwegen


Wer die erste Hürde der Bewerbung geschafft hat, erhält in der Regel eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Dieses Vorstellungsgespräch sollte so vorbereitet werden, wie man das auch für einen deutschen Arbeitgeber tut. Das heißt, der Bewerber sollte sich über das Land Norwegen informieren und natürlich das Unternehmen, in dem er sich um einen Job beworben hat. Wer Norwegisch noch nicht beherrscht, wird das Gespräch in englischer Sprache führen. Sind mit den Bewerbungsunterlagen noch keine Zeugnisse versendet worden, werden die zum Vorstellungsgespräch im Original mitgebracht.

Wer sich von Deutschland aus beworben hat, kann auch damit rechnen, dass das erste Vorstellungsgespräch aufgrund des weiten Anreiseweges telefonisch geführt wird. Erst wenn diese Hürde überstanden ist, wird zu einem persönlichen Gespräch geladen. Wer dann überzeugen kann und in die engere Auswahl kommt, hat gute Chancen, in Zukunft in Norwegen arbeiten und leben zu dürfen.

 

Der Zugang zum norwegischen Arbeitsmarkt


Dank Internet kann die Suche nach Stellenangeboten vom häuslichen Schreibtisch aus gestartet werden. Dabei kann die Jobbörse der Arbeitsagentur oder die Stellenbörse auf dem EURES-Portal genutzt werden. Auch die norwegische Organisation für Arbeit und Soziales bietet Informationen zur Jobsuche in Norwegen und norwegische Unternehmen veröffentlichen auf ihren Webseiten die Stellenangebote. Als weitere Quellen für Stellenangebote können die großen norwegischen Tageszeitungen genutzt werden.
Wer die Suche direkt vor Ort bevorzugt, sollte die Dienstleistungen der norwegischen Arbeitsverwaltung nutzen. Sind interessante Stellenangebote ausgemacht, geht es um die eigentliche Bewerbung.

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